Zeitzeugenausstellung „In Echt?“
Jahrgang 9 spricht digital mit NS-Zeitzeug*innen

Eine sehr dunkle Phase in der deutschen Geschichte stellt die Zeit des Nationalsozialismus dar. Ein Zeitabschnitt, gespickt mit antidemokratischem und menschenunwürdigem Denken und Handeln. Die Aufgabe des Geschichtsunterrichts besteht darin, dieses Kapitel auch jüngeren Generationen aufzuzeigen und die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte zu fördern.
Da der historische Abstand zwischen dem Heute und dem grauen Gestern immer größer wird, ist es hilfreich, wenn diejenigen, die diese Epoche miterleben mussten, auch zu Wort kommen dürfen und Schüler*innen ihre Erfahrungen und Erlebnisse berichten können. Dank moderner Technik und des Fortschritts ermöglicht die digitale Zeitzeugenausstellung „In Echt?“, die vom 30.09. bis zum 2.10.26 in Lübbenau Station machte, unseren Schüler*innen des Jahrgangs 9 den Einblick in diese Zeitetappe.
In Workshops setzten sich die Lernenden mit 7 unterschiedlichen Biografien der Zeitzeug*innen auseinander, tauchten in deren Leben ein und traten digital mittels VR-Brille mit den Personen in Kontakt. Eine gelungene Verbindung der Moderne mit dem historischen Geschehen der Vergangenheit, welches kein Lehrbuch oder filmische Dokumentation so realisieren kann. Am Ende bleibt es zwar nur eine kurze 90-minütige Momentaufnahme, die aber nachhaltig dazu beitragen kann, die eigene Geschichte nicht zu verdrängen oder ins falsche Licht zu setzen und sich gegen das Vergessen auszusprechen.
Text: Florian Rothe
Bild: FloppaIngénieur, Wikimedia Commons, CC BY 4.0




